Frühlingserwachen

Kürzlich traf ich,
sehr zur Freude meines Eros,
auf ein Mädchen,
rein und schön.

Sie sei sehr müd´,
gestand Sie mir,
will heut´
beizeiten schlafen geh´n.

Auch ich bin heut´,
hör´ ich mich sagen,
so schrecklich müd´,
s´ wird´s Wetter sein!

Der Frühling weckt
dennoch die Triebe,
so lud zum Beischlaf
ich mich ein.

Sie begann mich zu entkleiden.
Im Schutz der Nacht,
ich,
auch nicht scheu.

An Schlaf war nun
nicht mehr zu denken.
Ihr Körper,
jede Furche neu.

Meine Neugier,
unersättlich,
belangloses Geschwätz
von Lieb´ und Treu´.

Befriedigt sank ich
in die Kissen.
Mein Körper,
jede Furche neu.

Nur einen Umstand,
irritierend,
vergaß ich,
zu erwähnen.

Was ich ihr gab,
war nicht genug.
Sie war
eine von denen.

Anstandslos,
im Aufsteh´n schon,
bezahl´ ich
den Betrag,

Nur noch ein Blick,
vor ich nun geh´,
und genieß
den Frühlingstag.

 

Augsburg, 25.04.05 - Günter Schweigard

 

   
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